Artikel für das Rosenheimer Journal – Jan. 2015

Silvia S. aus Rosenheim hat eine Immobilie geerbt. Die Entscheidung den Makler zu wechseln brachte Ihr 42.000 EUR mehr Kaufpreis ein.

Frau Silvia S. aus Rosenheim hat wenn sie an ihre Tante recht gemischte Gefühle. Sie hatte ein inniges Verhältnis zu Ihrer Tante Gertraut, die leider Ende letzten Jahres an einer schweren Krankheit verstorben ist. Silvia S. wurde Alleinerbin eines großen Einfamilienhauses mit einer vermieteten Einliegerwohnung. Sie erinnert sich noch gut an die hektische und unruhige Zeit:
„Man muss sich schon um vieles kümmern. Mehr als ein halbes Jahr hat es gedauert bis ich endlich den Erbschein erhalten habe“.
In der Zwischenzeit konnte sich keiner richtig um das große Einfamilienhaus in einer guten Lage im Inntal kümmern. Selber einziehen wollte Silvia nicht, berichtet sie.
„Das Haus war mit 230 m² Wohnfläche viel zu groß für mich alleine. Auch der Garten machte mir zu viel Arbeit.“
Als Alleinerbin des Hauses kam das nächste Problem auf sie zu: „Was mache ich mit solch einem Haus. Es war ja auch noch ein Mieter vorhanden.“ Anfänglich wollte Frau S. das Haus vermieten. Die 63 jährige kann die Miete gut gebrauchen:
„Schließlich habe ich nicht gerade eine üppige Rente. Aber vermieten! Ich? Wie viel muss dort noch investiert werden? Es war ja nicht mehr so schick! Oder doch lieber verkaufen. Aber wie und mit wem?“
Die nette Immobilienbesitzerin war noch unschlüssig. Was ist das Haus von 1974 mit rund 1.650 m² Grund überhaupt wert? Was passiert mit dem Mieter? Je länger Sie sich damit beschäftige, desto schwieriger erschien die Angelegenheit. Eine gute Freundin riet ihr, das Haus einem Makler zu zeigen.
„Der kann Dir bestimmt sagen was das Haus wert ist“. Im Sommer wandte Silvia sich an einen ortansässigen Makler den sie in der Zeitung ausfindig gemacht hatte.
„Dieser war am Telefon und vor Ort recht sympathisch…“aber der wollte sofort einen Auftrag für den Verkauf.“
Sie schwankte hin und her. Aber der geschätzte Verkaufspreis des Maklers war aus ihrer Sicht erfreulich hoch. Sie unterschrieb. Der Makler ging an die Arbeit. Rund drei Wochen später rief er an und schilderte, dass das Haus ein paar Probleme hatte. „Er nannte mir einige Gründe, wie zum Beispiel , dass das Haus ja noch Mieter hätte. Aber mit einer Preisreduzierung um 20.000,- €
würde es bestimmt besser gehen.“
Auch bei der 2.
Reduzierung nach 6 Wochen hatte ich noch keine Zweifel. „Der Makler versicherte mir, dass er alles macht. Es steht ja im Internet“ – sagte er. „Nur rufen viel zu wenige Interessenten an“.
Nach rund 11 Wochen erfolgte eine weitere Kaufpreisreduzierung um 29.000,- €. Ein paar Tage später hatte er einen Käufer. Der Makler argumentierte, dass am Markt solch ein altes Haus nicht so gut ankommt und die Käufer nochmals 28.000,- € weniger bezahlen wollten. „Der Makler riet mir dringend zum Verkauf“.
Ihr Glück war allerdings, dass Silvia S.
in der Zwischenzeit ein anderen Makler empfohlen bekam und sich ausgiebig informiert hatte. Sie ging deshalb nicht auf das Gebot der Kunden ein, sondern kündigte anschließend die Zusammenarbeit mit dem Makler. Nach 6 Wochen wurde das Haus durch uns, zu einem erheblich höheren Preis (42.000,-€ über dem niedrigsten Gebot) an eine nette Familie verkauft. Günther Link: „Der erste Verkaufspreis des Maklers war nur ein Lockangebot um den Auftrag zu erhalten. Die Kundin hat richtig reagiert, da sie sich nicht weiter auf hohe Preisreduzierungen eingelassen hat.

Unser Tipp:
Wenden Sie sich schriftlich an ungefähr 10 Makler! Fragen Sie nach, welche Vertriebsmaßnahmen durchführt werden? Wie ermittelt er den Kaufpreis und wie viel Wert hat die Immobilie? Über welche Ausbildung verfügt er? Hat er Mitarbeiter oder ist er Alleine? Verfügt er über ein Büro? Wie viele gute Bewertungen hat er? Hierbei werden Sie feststellen, dass es erhebliche Qualitätsunterschiede bei Maklern gibt.

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